Am 02.02.2005 werden wir von Silversand zum Flughafen
gebracht. Den Mietwagen lassen wir dort stehen. Wir wollten ihn nicht zwei Tage
lang am Flughafen unbeaufsichtigt abstellen. Wir fliegen mit einer kleinen, 19-
sitzigen Maschine der Air Namibia über Maun (Botswana) nach VicFalls (Zimbabwe).
Der Flug dauert etwa vier Stunden. Getankt wird in Maun, da es VicFalls keinen
Sprit gibt. Beim Landeanflug konnte man in einiger Entfernung die Gischt des
Wasserfalls aus dem Flugzeug erkennen. Bei der Einreise wird eine Visa- Gebühr
von 25 US-Dollar fällig. U. a. müssen wir schriftlich bestätigen, dass wir oder
ein Angehöriger unserer Familien keine kriminellen Handlungen in irgend einem
Land der Erde begangen haben. Wir werden von unserem Transfer Service zu unserem
Hotel, dem Hotel Kingdom gefahren.Das Kingdom Hotel ist eine riesige
Deviseneinnahmenmaschine, die Kassen sind alle Video überwacht und das Geld wird
in Pappkarton's und Plastiktüten gesammelt und weitergereicht.
Wir dürfen nur mit Devisen bezahlen, Wechselgeld gibt's nicht raus oder in ZIM- Dollar, mit denen wir nicht bezahlen dürfen und auch nicht ausführen
dürfen. Ein Bier kostete 3,5 US-Dollar oder 15000 ZIM- Dollar. Also viele kleine
Scheine mitnehmen. Das Hotel ist eine super schöne Anlage und eine
architektonische Meisterleistung. Leider verkommt das 1999 durch Mugabe
eingeweihte Hotel bei genauerem hinsehen schon wieder und das Management des
katastrophal. Hier ist richtig schwülheisses Klima. Vom hinteren Teil des Hotels
gibt es ein halbwegs bewachten Weg durch den Urwald hin zu den Fällen. Es werden
Namen, Zimmernummer, Ziel und Rückweg aufgeschrieben. Die bettelarme Bevölkerung
lässt sich nicht abschütteln und versucht Ihre Schnitzereien und anderes Zeug
bei uns an den Mann zubringen.
Am 03.02.2005 ist es dann so weit, nachdem wir Namen, Adresse und 20 US-Dollar
pro Person hinterlassen haben, was ich eine halbe Stunde lang hinzog, wurde uns
der Eintritt zu den Fällen gewährt. Der Nebel und die Gischt der VicFalls war so
stark, dass wir bis auf die Knochen total nass waren. Das Fotografieren
gestaltete sich dementsprechend schwierig aber nicht an allen Stellen. Das beste
Utensil in diesem Falle ist ein großer Regenschirm. Das Erlebnis VicFalls ist
ein echtes Erlebnis für alle Sinne. Das Geräusch, der Anblick und dabei absolut
durchgemässt zu sein, ist schon einmalig. Als wir uns später eine Fanta bei
einem Strassenhändler kauften, bemerkten wir erst das unsere Dollarscheine auch
patschnass waren, was deren Beliebtheit aber keinen Abbruch tat. Danach fuhren
wir mit einem Taxifahrer auf die Brücke (Niemandsland) zwischen Zimbabwe und
Sambia mit Zollkontrolle und Passierschein bei Ein- und Ausreise an der der
Grenzstation vor der Brücke. Grenze zwischen Sambia und Zimbabwe verläuft genau
in Flussmitte des Zambesi. Von dort hat man auch nochmal einen schönen Blick auf
die herunterstürzenden Wassermassen. Wer möchte, kann für 100 US-Dollar Bungee-
Jumping von der Brücke machen. Unser Taxifahrer wartet an der Grenzstation auf
uns und bringt uns wieder zurück ins Hotel.
Paviane und andere Affen laufen auf dem Gelände des Hotels wild herum.
Am nächsten Tag wurden wir dann wieder vom Hotel abgeholt und sind zurück über
Botswana nach Namibia geflogen. Aus der Luft hat man einen herrlichen Blick über
die Kalahari und deren geradlinige Pad's.
Am Flughafen wartet schon Bernd Seefeldt auf die Abenteurer und wir fahren
zusammen zurück zur Farm.